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Das Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra* ein solides, eher „klassisches“ Notfallradio mit sehr großem Akku (12.000 mAh), zusätzlichem Batteriefach (3× AAA) und FM/AM/SW-Empfang. Es ist damit ein Weltempfänger und kann bei guten Bedingungen auch in abgelegenen Gebieten Radio empfangen – auch Sender aus dem Ausland. Der große Akku in Verbindung mit einem akzeptablen Verbrauch im Radiobetrieb sorgt für eine lange Laufzeit und ist die große Stärke des Rocam Kurbelradios. Laut Hersteller hält es 50 h + durch. Unser Testgerät lag sogar darüber.
Etwas gespart wurde bei der Verarbeitung. Zwar macht das Radio einen soliden Eindruck aber die ein oder andere überstehende Kante am Hartplastik-Gehäuse muss man in Kauf nehmen. Der Nutzerkomfort leidet etwas unter dem fehlenden RDS (Radio Data System), das Radiotext und Uhrzeit per UKW übermittelt, sowie am sehr einfach gehaltenen Display.
Wer einen ein Kurbelradio mit großem Akku und langer Laufzeit zum kleinen Preis sucht und auf etwas Komfort verzichten kann, macht mit dem Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra nichts falsch.
Die Testergebnisse im Überblick
Verarbeitung & Handhabung
7.7 / 10
Bedienung
8.8 / 10
Empfang
7.6 / 10
Energie & Redundanz
7.7 / 10
Taschenlampe
6.0 / 10
Powerbank
6.0 / 10
SOS-Signal
4.0 / 10
Transport & Lagerung
6.7 / 10
Zusätzliche Funktionen
0.12 / 0.5
Gesamturteil
7.3 (GUT)
ROCAM KURBELRADIO CR1009 ULTRA
Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra: klassisches Notfallradio mit FM/AM + Weltempfänger (SW). Einfach Bedienung, lange Laufzeit. Eine solide Informations-, Licht- und Energiequelle im Notfall.
Marke: Rocam
Abmessungen: 17,2 x 6,3 x 9,4 cm
Gewicht: 522 g
Akku-Kapazität: 12.000 mAh
Akku-Laufzeit: 60 h +
Energiequellen: Kurbel, Solar, USB-C, AAA
Frequenzbänder: FM, AM, SW
integrierte LED-Taschenlampe (2 Helligkeitsstufen)
aufklappbare LED-Leselampe
Powerbankfunktion
SOS-Signal (Sirene & rot blinkendes Licht)
praktische Trageschlaufe
Lieferumfang: Radio, Bedienungsanleitung, USB-C → USB-A Ladekabel
Stärken
- sehr lange Laufzeit
- einfache Bedienung
- Weltempfänger
- Kopfhöreranschluss
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen
- kein DAB+
- Verarbeitung wirkt stabil aber etwas billig
- kein RDS (Radio Data System)
1. Verarbeitung & Handhabung: robust aber etwas billig
Das Rocam Notfallradio CR1009 macht beim Auspacken einen soliden, aber etwas billigen Eindruck. Das Gehäuse ist aus Hartplastik. Es wirkt stabil und auch das recht hohe Gewicht gibt dem Radio in der Hand ein wertiges Gefühl. Sehr positiv: die Kanten sind allesamt verstärkt. An der Gehäusenaht auf der Ober- und Unterseite hätte aber besser gearbeitet werden können – hier gibt es teilweise einen leichten Absatz. Die Bedienelemente sind grundsätzlich recht groß und so angeordnet, dass man das Gerät auch ohne lange Eingewöhnung bedienen kann. Die Knöpfe fühlen sich etwas minderwertig an und machen ein klackendes Geräusch bei der Bedienung.
Mit über 500 Gramm Gewicht ist das Radio nicht gerade leicht, was es eher nicht zu einer Lösung für den Notfallrucksack macht. Wer mehr Platz hat oder mit dem Auto unterwegs ist, kann das Rocam aber auch gut mobil nutzen. Ansonsten ist das Radio eine solide Wahl als Energiereserve zuhause – zum Beispiel für den Fall eines Stromausfalls.



2. Bedienung ohne Anleitung: grundsätzlich intuitiv, mit kleinen Stolpersteinen
Die Bedienung ist insgesamt gut nachvollziehbar: Radio an, Band wechseln, Lautstärke einstellen, Sender suchen – das Grundprinzip sitzt schnell. Bedient wird das Radio über die Knöpfe auf der Vorderseite, welche allesamt gut beschriftet sind. Etwas verwirrend fanden wir, gerade bei der Bedienung unter schlechter Sicht, dass sowohl bei den beiden Knöpfen für Senderauswahl als auch für die Lautstärke jeweils der rechte Knopf nach unten regelt und der linke Knopf nach oben. Im Test war das für uns nicht intuitiv.



Die Bedienung des Radios kommt ohne Menü aus und ist damit sehr einfach. Das Display zeigt lediglich den Ladezustand, die Uhrzeit (nur im 12h-Format auf Englisch), das Frequenzband und die gewählte Frequenz an.
Die Schalter für Lampe und Leselampe sowie ein roter Knopf, der die SOS-Funktion aktiviert befinden sich abseits von den Bedienelementen für das Radio an der Seite des Gerätes. Dort befinden sich auch die Anschlüsse (USB-C In, USB-A Out, Kopfhörer-Anschluss 3,5 mm) unter einer Gummiabdeckung.
Die Taschenlampe lässt sich daher nicht einhändig einschalten und im Dunkeln muss man etwas nach dem richtigen Knopf suchen. Vorsicht ist auch bei der Bedienung der Leselampe geboten, da sie sich auch im eingeklappten Zustand einschalten lässt, was oft nicht auffällt und dann aus versehen Energie verbraucht. Andere Geräte verfügen über Sensoren, um das zu verhindern.
Sehr positiv: das Radio verfügt über eine Tastensperre, mit der alle Tasten gesperrt werden können um ein versehentliches Einschalten, zum Beispiel beim Transport, zu verhindern.
3. Empfang & Empfangsstabilität: solide Basis, plus Weltempfänger
Das Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra hat eine ausziehbare Antenne (36 cm) kann drei Frequenzbänder empfangen:
- Ultrakurzwelle (FM), 87,5 – 108 MHz
- Mittelwelle (AM), 522 – 1620 kHz
- Kurzwelle (SW – Weltempfänger), 7 – 19 MHz
Damit bringt es mehr mit als reine UKW-Geräte. Realistisch eingeordnet: UKW bleibt neben DAB in Deutschland der wichtigste Kanal für den Alltag. Wichtig zu wissen: Mittel- und Kurzwelle sind in Deutschland nur noch eingeschränkt relevant, weil hier vieles abgeschaltet wurde. Dennoch sind sie aber im Einzelfall und vor allem bei bestimmten Krisen-Szenarien als zusätzliche Empfangsoption interessant. Auf Mittelwelle-Frequenzen kann man bei guten Bedingungen und vor allem abseits von deutschen Städten Stationen aus Nachbarländern, wie Großbritannien, Italien oder Rumänien empfangen. Kurzwelle ermöglicht den Empfang von Sendern aus der ganzen Welt. Vor allem nachts können Kurzwellen sehr weite Strecken zurücklegen.
Der FM-Empfang des Rocam Kurbelradios war durchweg gut. Auch in Bewegung blieb der Empfang stabil. Sohl im fensterlosen Innenraum als auch im Keller wurden ausreichend Sender empfangen. Die Bandbreite des SW-Empfängers könnte etwas größer sein. Vergleichbare Notfallradios decken hier deutlich mehr Frequenzen ab.
4. Energieversorgung & Redundanz: die grosse Stärke des Rocam
Hier spielt das Rocam CR1009 seinen größten Trumpf aus: Energie-Reserve. Mit 12.000 mAh verfügt das Radio über einen Akku mit sehr hoher Kapazität. Er reicht laut Hersteller für 50 + Stunden mittellauten Radiobetrieb oder für 200 Stunden Standby-Betrieb. Zusätzlich ist eine kleine Solarzelle auf der Leselampe verbaut, die allerdings bestenfalls die Laufzeit verlängert und keine ernstzunehmende Ladeoption darstellt.
Steht Strom zur Verfügung, lässt sich das Radio per USB-C-Kabel laden. Leider fällt die Ladegeschwindigkeit im Vergleich zum Akku sehr langsam aus. Ganze 16 Stunden braucht das Radio um vollzuladen.
Geladen werden kann im Notfall natürlich auch per Handkurbel. Deutlich angenehmer ist es, einfach drei AAA-Batterien in das dafür vorgesehen Batteriefach einzusetzen. Schätzungsweise reichen diese für weitere 10-14 Stunden Radiobetrieb. Das Rocam wechselt automatisch vom Akku-zum Batteriebetrieb.
Gut gelöst: egal wie geladen wird, ob über Solar, Handkurbel oder USB-C, eine kleine LED an der unteren linken Ecke der Vorderseite zeigt an, wenn Strom in den Akku fließt. Das ist wertvolles Feedback gerade dann wenn man nach einem guten Platz für die Solarzelle sucht.
5. Taschenlampenfunktion: gutes Notfall-Licht



Das Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra verfügt über eine Taschenlampen-Funktion. Die Lampe verfügt über zwei Helligkeitsmodi und ist ausreichend hell um eine Taschenlampe zu ersetzen. Allerdings ist die Position des Einschaltknopfes an der Rückseite des Gerätes etwas unpraktisch und im Dunkeln nicht sofort zu finden. Auch die Größe des Radios macht die Bedienung als Taschenlampe etwas unhandlich.
Ebenfalls ist eine Leselampe auf der Oberseite des Geräts verbaut, die aufgeklappt werden kann. Auch die Leselampe wird an der Rückseite des Radios eingeschaltet und verfügt über zwei Helligkeitsstufen. Leider leuchtet die Lampe auch in eingeklapptem Zustand weiter, wenn man vergisst sie auszuschalten oder sie unbemerkt aktiviert. Dadurch kann es zu versehentlichem Entladen kommen. Hier empfiehlt es sich, die Tastensperre zu nutzen.
6. Powerbank-Funktion: hohe Kapazität wenig Geschwindigkeit
Die Powerbank-Funktion ist beim Rocam CR1009 grundsätzlich vorhanden – ersetzt aber eine echte Powerbank nicht. Grund dafür ist eine recht geringe Ladeleistung. Sie lädt elektronische Geräte zwar zuverlässig aber vergleichsweise langsam.
Durch den großen Akku ist das Radio sehr interessant als Energiereserve und dadurch auch als Powerbank. Es funktioniert dann gut, wenn Geräte nicht schnell geladen werden müssen. Wenn das Notfallradio für Sie eine echte Alternative zur Powerbank sein soll und das schnelle Laden ein wichtiges Kaufargument ist, gibt es deutlich bessere Kandidaten.
7. Notfall-Signal (SOS)
Die Notfall-Signal-Funktion ist ein praktisches Extra, aber zumindest für uns kein Argument für oder gegen ein Notfallradio. Wenn es Ihnen anders geht und Sie großen Wert auf eine effektive SOS-Funktion legen, ist Rocam Kurbelradio CR1009 Ultra nichts für Sie.
Die Sirene ist zwar durchdringend aber nicht besonders laut – in Innenräumen ist sie auffällig, im Freien stößt sie schnell an ihre Grenze. Begleitet wird der Alarm von einem roten, blinkenden Licht (kein Morse-SOS), welches sich über der Taschenlampe befindet. Diese Licht ist sehr schwach und als Notfallsignal kaum brauchbar.
8. Transport & Lagerung: gut lagerbar, Mit Wetterschutz?
Für die Lagerung ist das Rocam Kurbelradio gut geeignet: Größe und Bauweise passen in Schrank, Keller, Auto oder Notfallkiste. Für den Rucksack geht es grundsätzlich auch, aber als mobiles Notfallradio es ist mit über 0,5 kg recht schwer.
Wichtig: das Radio sollte regelmäßig aufgeladen werden, damit der Akku in Schuss bleibt und damit im Notfall genug Energie bereitsteht. Laut Hersteller dauert es 360 Tage bis sich das ausgeschaltete Radio vollständig selbst entladen hat.
Der Hersteller nennt außerdem IPX6 als Wetter-Schutzklasse. Damit wäre das Radio gegen sehr starkes Strahlwasser geschützt und könnte beispielsweise ohne Probleme im Regen betrieben werden. Wir können das weder widerlegen noch bestätigen. Den Wasserschutz haben wir im Test nicht praktisch geprüft.
Sinnvolle Zusatzfunktionen
Das Rocam Notfallradio hat nur ein paar wenige praktische Zusatzfunktionen. Dazu gehören:
- Kopfhöreranschluss (ermöglicht das Hören ohne andere zu stören und schont den Akku)
- Standby-Display mit Uhr
- Tastensperre
- praktische Trageschlaufe (vormontiert)
Fazit
Das Rocam CR1009 ist ein solides Notfallradio, wenn Sie vor allem Wert auf Energie-Reserve legen: Der große Akku plus AAA-Backup ist ein starkes Argument. Als Radio ist es insgesamt ordentlich, und die Bedienung ist gut. Wenn Sie ein vergleichsweise günstiges Kurbelradio für Zuhause suchen, das unter Umständen auch den Empfang von Sendern außerhalb des eigenen Landes ermöglicht, ist es eine solide Wahl.
Wem Komfort und Funktionen, wie Powerbank, Taschenlampe oder SOS-Alarm wichtig sind oder wer DAB+ empfangen können möchte sollte lieber weiterschauen.
Den ganzen Test und alle Infos zu weiteren beliebten Modellen findest du in unserem Kurbelradio Vergleich.
Kurbelradio Test 2026 – Das beste Radio für den Notfall
Hier lesenTestzeitraum: 01/2026 (Praxis-Test). Die Angaben in diesem Test basieren auf unseren Erfahrungen mit einem einzelnen Testgerät sowie auf Herstellerangaben. Abweichungen zwischen einzelnen Geräten sind möglich. Die Inhalte ersetzen keine eigene Prüfung vor dem Kauf und sind ohne Gewähr.
Dieser Beitrag erschien am 27. Januar 2026 und wurde zuletzt am 28. Januar 2026 aktualisiert
Letzte Aktualisierung am 6.02.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API






